Gegen die Aussicht auf einen weitgehenden Abriss der Neu-Ulmer Elefantensiedlung regt sich Widerstand. Bewohner wollen ihr vertrautes Wohnumfeld und die gewachsene Nachbarschaft erhalten. Für viele steht auch die Frage im Raum, ob sie ihre Wohnungen verlassen müssten und wohin ein Umzug führen würde.
Der Stadtrat beschloss im Mai 2026 vorbereitende Untersuchungen für das rund neun Hektar große Gebiet. Sie sollen klären, ob ein Sanierungsgebiet nötig ist und welche Schritte sinnvoll sind. Das Areal liegt zwischen Im Starkfeld, Vorwerkstraße, Finninger Straße und Reuttier Straße.
Die Stadt verweist auf bauliche, funktionale und städtebauliche Mängel. Als vorläufiges Ziel nennt sie Abriss und Neubau. Dadurch sollen Wohnen, Grünflächen und Barrierefreiheit verbessert sowie das Quartier an den Klimawandel angepasst werden.
Kritiker fordern, die Interessen der Menschen im Viertel stärker zu berücksichtigen. Mit dem Beginn der Untersuchungen ist noch keine endgültige Entscheidung über ein Sanierungsgebiet oder konkrete Abrisse gefallen. Betroffene sollen frühzeitig beteiligt werden; ein Termin dafür steht noch aus.


