Eavor hat Bohranlagen am Standort Geretsried abgezogen. Das sorgt auch in Neu-Ulm fuer Fragen, denn die SWU plant dort mit dem Unternehmen ein Geothermieprojekt fuer die Fernwaermeversorgung.
Nach Angaben von Eavor besteht zwischen den Entwicklungen in Geretsried und dem Vorhaben in Neu-Ulm kein Zusammenhang. In Neu-Ulm laeuft weiter die Erkundungsphase. Seismische Messungen sollen zeigen, ob und wie sich die Loop-Technik vor Ort einsetzen laesst.
In Geretsried ist die Lage dagegen offen. Die Isar Loisach Naturwaerme ist am 27. Oktober vom Waermeliefervertrag mit Eavor zurueckgetreten. Sie begruendet dies damit, dass Zeitpunkt und Umsetzung eines zweiten Bohrkreislaufs derzeit nicht verlaesslich absehbar seien. Damit steht dort auch die geplante Bereitstellung der benoetigten Fernwaerme infrage.
Kritiker sehen deshalb auch fuer Neu-Ulm technische und wirtschaftliche Risiken. Die SWU verweist darauf, dass noch keine Entscheidung ueber die Umsetzung gefallen ist. Erst nach Abschluss der Untersuchungen und weiterer Planung soll entschieden werden, ob das Projekt weitergeht. Als Ziel nennt die SWU weiterhin erste Waermelieferungen ab 2029.


