Bundesumweltminister Carsten Schneider greift Audis Plan für ein Werk im US-Bundesstaat Georgia an. Der SPD-Politiker kritisiert vor allem die Ausrichtung auf große SUVs mit Verbrennungsmotor. Er bezweifelt, dass die Investition langfristig trägt, weil sich der Markt stärker zur Elektromobilität bewege.
Audi will nach eigenen Angaben rund vier Milliarden US-Dollar investieren und etwa 4500 Stellen schaffen. Der Baubeginn ist für 2027 geplant, die Fertigung soll Anfang der 2030er Jahre starten. Vorgesehen sind SUVs für Nordamerika. Das Werk soll Audi unabhängiger von Handels- und Währungsrisiken machen und den wichtigen US-Markt stärken.
Die Konzernspitze betont, Europa bleibe das industrielle Rückgrat des Unternehmens. Auch die IG Metall hält eine stärkere Präsenz in den USA grundsätzlich für sinnvoll, verlangt aber verbindliche Perspektiven für die deutschen Standorte. Die endgültige Zustimmung der zuständigen Konzern-Gremien steht noch aus.
Für Beschäftigte und Zulieferer in Deutschland wird damit entscheidend, ob zusätzliches US-Geschäft Arbeit und Wertschöpfung hier sichert oder Produktion verlagert.


