Red Bull hat den Begriff „Nabada“ beim Patentamt als Marke angemeldet. Das löst in Ulm eine Debatte über das traditionsreiche Wasserfest am Schwörmontag aus. Die Stadt weist den Vorwurf zurück, sie habe den Namen zu spät rechtlich absichern wollen.
Das Nabada gehört fest zum Ulmer Stadtfeiertag. Tausende Menschen ziehen dabei auf, in und an der Donau Richtung Friedrichsau. Die Stadt beschreibt das Fest als jährlich wiederkehrende Ulmer Tradition. Kritiker sehen diese enge Verbindung nun berührt. Sie befürchten, dass ein privates Unternehmen einen Begriff markenrechtlich besetzt, der für viele Menschen zur örtlichen Identität gehört.
Aus dem Rathaus heißt es dagegen, die Darstellung eines Versäumnisses treffe nicht zu. Im Mittelpunkt steht damit die Frage, ob und wann die Kommune die Bezeichnung selbst hätte schützen können oder sollen.
Welche Folgen die Anmeldung hat, hängt auch davon ab, für welche Waren und Dienstleistungen der Begriff geschützt werden soll. Das Nabada selbst bleibt Teil des Schwörmontags. Den nächsten Termin nennt die Stadt für den 19. Juli 2027.


