Der Waldbrand bei Hürtgenwald im Kreis Düren hat sich nach Angaben vor Ort auf rund 300 Hektar ausgedehnt. Die Landesregierung bewertet ihn als größten Waldbrand in Nordrhein-Westfalen seit Beginn der Erfassung. Der Ortsteil Gey wurde evakuiert; rund 2.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.
Bundeswehr, Bundespolizei, Technisches Hilfswerk und Feuerwehr unterstützen den Einsatz. Hubschrauber löschen aus der Luft, am Boden erschweren wechselnde Winde und mögliche Weltkriegsmunition die Arbeit. Die Feuerwehr rechnet mit Einsätzen mindestens bis Montag, 17. August.
Der Brand heizt die Debatte über den Schutz vor Waldbränden an. Fachleute verweisen auf trockene, hitzeanfällige Wälder und fordern mehr Vorsorge: widerstandsfähigere Mischwälder, Schneisen, frühe Warntechnik und geeignete Fahrzeuge. Andere betonen, dass Brand- und Katastrophenschutz Sache von Ländern und Kommunen ist. Sie setzen auf den Ausbau vorhandener Feuerwehren und warnen davor, aus einem einzelnen Brand sofort kostspielige Vorgaben für ganz Deutschland abzuleiten.
Für Ulm und die Region ist der Fall vor allem ein Hinweis: Auch hier entscheiden Vorsorge, Ausstattung und das Zusammenspiel der Einsatzkräfte darüber, wie schnell ein Feuer begrenzt werden kann.


