Ueberschrift: Bauernverband fordert Bundeshilfen wegen Hitze und Dürre
Hitze und Trockenheit verschärfen laut Deutschem Bauernverband die Lage vieler Höfe. Präsident Joachim Rukwied warnt in größeren betroffenen Regionen vor existenziellen Problemen. Ernteausfälle träfen auf hohe Energie- und Dieselkosten sowie niedrige Erzeugerpreise. Manchen Betrieben fehle Geld für laufende Ausgaben und die nächste Aussaat.
Der Verband fordert schnelle Bundeshilfen für die Liquidität: zinsverbilligte Darlehen, eine Aufstockung der EU-Düngemittelhilfe von 60 auf 180 Millionen Euro für Deutschland und vorgezogene Direktzahlungen. Nach seiner Vorstellung könnten 80 Prozent davon schon im Oktober fließen.
Umstritten ist, wer bei Wetterextremen finanziell helfen soll. Nach bisheriger Zuständigkeitsordnung sind vor allem die Länder gefordert. Zugleich gilt Anpassung als wichtig, etwa wassersparende Anbauverfahren und widerstandsfähigere Sorten.
Der Deutsche Wetterdienst erwartet im Westen und Südwesten teils bis zu 39 Grad. Für Ulm und Umgebung lässt die bundesweite Warnung keine Aussage über einzelne Betriebe zu. Die Debatte betrifft die Absicherung der Landwirtschaft gegen Wetterrisiken.


