Der Kauf von Wohneigentum in Ulm wird nach dem neuen Wohnmarktbericht teurer. Besonders hoch liegen die Werte am Eselsberg: Dort nennt der Bericht im Schnitt knapp 7.000 Euro je Quadratmeter. Hirn Immobilien stellte die Auswertung für das erste Halbjahr 2026 im Stadthaus vor.
Eigentümer und Investoren erklären das hohe Niveau mit der anhaltenden Nachfrage, dem knappen Angebot und gefragten Lagen. Am Eselsberg kommen die Nähe zur Universität, zur Wissenschaftsstadt und zu Kliniken als Standortfaktoren hinzu.
Mieter- und Sozialverbände bewerten die Entwicklung dagegen als Warnsignal. Steigende Kaufpreise erschwerten vielen Haushalten den Weg ins Eigentum und könnten auch den Druck auf den Mietmarkt erhöhen. Die Stadt Ulm setzt bei größeren Bauvorhaben auf einen Anteil geförderter Mietwohnungen: Nach ihren Richtlinien sollen mindestens 40 Prozent der Wohnfläche preisgebunden entstehen. Ob das genügt, um den Bedarf zu decken, bleibt die zentrale Frage.


