Die Verkaufspreise im deutschen Großhandel lagen im Juli nach vorläufigen Daten 5,3 Prozent über dem Stand ein Jahr zuvor. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Damit hält der Preisdruck auf einer wichtigen Handelsstufe an.
Für Haushalte in Ulm und der Region ist das noch keine unmittelbare Ankündigung höherer Ladenpreise. Steigende Kosten für Energie, Rohstoffe und Transporte können aber über Hersteller und Händler weitergegeben werden. Ob und wann das geschieht, hängt auch vom Wettbewerb und den einzelnen Waren ab.
Wirtschaftsverbände und Teile der Opposition verlangen deshalb Entlastungen bei Energiepreisen und Abgaben. Sie wollen verhindern, dass Betriebe höhere Einkaufskosten auf Kunden abwälzen. Die Bundesregierung verweist dagegen auf internationale Ursachen. Sie setzt vor allem auf eine sichere Energieversorgung und Maßnahmen, die über den Markt wirken.
Die kommenden Preisdaten werden zeigen, ob der Druck bei Energie und Rohstoffen nachlässt und wie stark er die Verbraucherpreise erreicht.


