Die SPD im Ulmer Gemeinderat fordert einen verbindlichen Hitzeaktionsplan. Der Antrag vom 11. August sieht vor, Warnungen, soziale Hilfen und Schutzangebote über mehrere Ämter hinweg zu bündeln. Im Mittelpunkt stehen ältere, pflegebedürftige, wohnungslose und sozial isolierte Menschen sowie weitere besonders gefährdete Gruppen.
Nach dem Willen der Fraktion soll die Bevölkerung frühzeitig über bevorstehende Hitze informiert werden. Außerdem soll die Stadt gut erreichbare kühle Räume bereitstellen oder kenntlich machen. Während längerer Hitzephasen will die SPD die aufsuchende Sozialarbeit verstärken. Soziale Einrichtungen, Pflegeangebote sowie die Kinder- und Jugendhilfe sollen an den Vorbereitungen beteiligt werden.
Als Vorbilder nennt die Fraktion Karlsruhe und Frankreich. Karlsruhe beschloss im Juli 2025 einen Hitzeaktionsplan mit kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen. Frankreich arbeitet seit 2004 mit einem landesweiten Warn- und Stufensystem. Die SPD verlangt, dass die Verwaltung prüft, welche Teile sich auf Ulm übertragen lassen.
Ob Ulm dafür einen zusätzlichen Gesamtplan braucht, ist noch offen. Nach dem Antrag sollen die Fachbereiche zunächst darstellen, welche Konzepte und Zuständigkeiten bereits bestehen. Dabei soll auch sichtbar werden, wo tatsächlich weiterer Handlungsbedarf liegt. Damit steht die Frage im Raum, ob einzelne Projekte genügen oder feste Abläufe und gesicherte Mittel nötig sind.
Die SPD schlägt vor, Bundesmittel sowie bereits beschlossene Gelder für die Krisenvorsorge zu nutzen. Auch ein Antrag von SPD und kjt aus dem August 2025 soll einfließen. Als Nächstes soll sich der Gemeinderat in einer seiner kommenden Sitzungen mit dem Hitzeschutz befassen.


