In Ulm ist die Zahl der Fälle beim Unterhaltsvorschuss in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Ende 2015 wurden 458 Fälle gezählt. Im Geschäftsbericht der Stadt sind inzwischen rund 950 laufende Fälle genannt. Damit hat sich die Zahl in etwa verdoppelt.
Unterhaltsvorschuss soll Kindern helfen, wenn der andere unterhaltspflichtige Elternteil nicht oder nicht regelmäßig zahlt. Die Stadt zahlt die Leistung zunächst aus und versucht anschließend, das Geld bei der unterhaltspflichtigen Person zurückzufordern.
Der Jugendhilfeausschuss befasste sich Ende September mit einem Sachstandsbericht zu dem Thema. Laut SWP sehen die Ulmer Sozialbürgermeisterin und Mitglieder des Gemeinderats die vom Bund angekündigte Reform kritisch. Nach Angaben der Bundesregierung wird darüber beraten, die Leistung künftig nur noch bis zum 15. Lebensjahr zu zahlen. Derzeit ist sie grundsätzlich bis zur Volljährigkeit möglich.
Ob und wann sich die Regeln ändern, ist offen. Einen Gesetzentwurf gab es nach Angaben der Bundesregierung im Juli noch nicht.


