Die Türkei und Pakistan wollen rasch militärische Kräfte nach Saudi-Arabien verlegen. Darauf einigten sich die drei Staaten bei einem Treffen ihrer Verteidigungsallianz in Riad. Wie viele Soldaten entsandt werden, wann sie eintreffen und welche Aufgaben sie übernehmen sollen, blieb zunächst offen.
Auslöser war nach Angaben der von Saudi-Arabien geführten Koalition ein Angriff auf eine Stromverteilerstation in Medina. Die Anlage versorgt demnach auch die Prophetenmoschee. Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan verurteilten zudem Angriffe auf Mekka und Medina sowie weitere Ziele im Königreich.
Die Huthi-Miliz erklärte ihrerseits, sie habe unter anderem den Flughafen von Riad, eine Raffinerie und militärische Anlagen in Saudi-Arabien angegriffen. Parallel läuft im Jemen eine Offensive von Regierungstruppen, die von Saudi-Arabien unterstützt werden. Die Huthis stellen Angaben über Erfolge der Gegenseite infrage.
Für Menschen in Ulm sind bislang keine unmittelbaren Folgen bekannt. Die Lage bleibt aber international wichtig, weil weitere Angriffe auf Saudi-Arabien die Sicherheitskrise in der Region verschärfen und den Ölmarkt belasten könnten.


