Der Waldbrand bei Hürtgenwald im Kreis Düren ist noch nicht unter Kontrolle. Rund 1.400 Einsatzkräfte bekämpfen die Flammen. Nach Behördenangaben sind etwa 300 Hektar Wald betroffen. Die rund 2.000 Bewohner des evakuierten Ortsteils Gey dürfen vorerst nicht in ihre Häuser zurück. Die Löscharbeiten können noch Tage dauern.
Der Fall verschärft die Debatte über den Zugang zu Wäldern bei extremer Trockenheit. NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen brachte zeitweise Betretungsverbote für besonders gefährdete Gebiete ins Gespräch. Sie will damit weitere, durch Menschen verursachte Brände verhindern.
Andere Stimmen mahnen, Eingriffe vorher rechtlich zu prüfen und gezielt zu begrenzen. Sie setzen auf verhältnismäßige Maßnahmen statt auf pauschale Sperrungen. Für Menschen in Ulm und Umgebung zeigt der Brand: Einschränkungen in Wäldern können bei großer Trockenheit bundesweit zum Thema werden. Konkrete Regelungen vor Ort folgen daraus aber nicht automatisch.
Die Polizei ermittelt zur Brandursache und hat ein Hinweisportal eingerichtet.


