Bei einer Kundgebung gegen die Einwanderungs- und Asylpolitik in Den Haag sind nach Angaben der niederländischen Polizei 24 Menschen festgenommen worden. Ein Teil der Teilnehmer griff Einsatzkräfte an, warf Feuerwerk und richtete Schäden an. Die Polizei berichtet zudem von antisemitischen Parolen und Gesten.
Die Kundgebung der Gruppe „Wij zijn het volk“ fand am Samstag, 19. September, auf dem Malieveld nahe dem Hauptbahnhof statt. Die Stadt hatte einen geplanten Marsch durch die Innenstadt nach ersten Zwischenfällen untersagt. Als die Unruhe anhielt, löste der stellvertretende Bürgermeister die Versammlung auf. Die Polizei setzte Bereitschaftspolizei und Wasserwerfer ein.
Die Organisatoren hatten die Veranstaltung zuvor als friedlichen und demokratischen Protest angekündigt. Die Polizei ermittelt wegen der Vorfälle, unter anderem wegen Verstößen gegen die Anordnung zur Auflösung und wegen verbotenen Waffenbesitzes.
Einen unmittelbaren Bezug zu Ulm und der Region gibt es nicht. Der Fall zeigt aber erneut, dass bei politisch aufgeladenen Versammlungen der Schutz von Polizei, Presse und anderen Teilnehmern gesichert werden muss.


