Die deutschen Autokonzerne haben im ersten Quartal 2026 bei Umsatz, Gewinn und Marge nachgegeben. Nach einer EY-Auswertung sank ihr Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um vier Prozent, der Gewinn um 23 Prozent. Die durchschnittliche Marge der drei Konzerne fiel von 5,7 auf 4,6 Prozent.
EY verglich die Finanzkennzahlen von 19 großen Autokonzernen weltweit. Während die deutschen Hersteller schwächer abschnitten, stieg der Umsatz japanischer Konzerne um vier und der US-Hersteller um fünf Prozent. Deren Gewinn legte um 83 Prozent zu. Auch chinesische Hersteller verzeichneten niedrigere Gewinne.
Für die Region ist die Entwicklung wegen der Bedeutung der Autoindustrie in Baden-Württemberg und Bayern relevant. Sinkende Erträge bei Herstellern können den Druck auf Zulieferer erhöhen. Konkrete Folgen für einzelne Betriebe in Ulm und Umgebung nennt die Auswertung nicht.
EY begründet die Lage unter anderem mit schwachen Auslandsmärkten, hohen Investitionen in Software und Elektromobilität sowie Überkapazitäten. Die Beratungsgesellschaft rechnet nicht mit einer schnellen Entlastung.


