Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben am Dienstag fünf iranische Rohöltanker im Golf von Oman und nahe der Insel Charg angegriffen. Ein Schiff sei gesunken. Die Besatzungen seien vorher zum Verlassen der Schiffe aufgefordert worden.
Das Regionalkommando Centcom begründet den Einsatz mit zwei versuchten Raketenangriffen der Revolutionsgarde auf ein US-Kriegsschiff binnen zwei Tagen. Das Schiff sei ausgewichen, US-Soldaten seien nicht verletzt worden. Die USA sehen die Tanker als Teil eines Netzwerks zur Finanzierung der Revolutionsgarde.
Iran meldete daraufhin Angriffe auf US-Ziele in Jordanien und auf Schiffe in der Region. Jordanien erklärte, die Luftabwehr habe 18 von 20 ballistischen Raketen abgefangen; Verletzte seien nicht gemeldet worden. Iran wertet die US-Angriffe auf Handelsschiffe als Eskalation. Angaben zu weiteren Schäden lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Für Deutschland kann der Konflikt Folgen haben: Die Straße von Hormus ist eine wichtige Route für den Ölhandel. Neue Störungen könnten Energiepreise belasten. Ob weitere Angriffe folgen, ist offen.


