Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann wirft Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche vor, Deutschland unzureichend auf mögliche Gasengpässe im Winter vorzubereiten. Anlass sind die vergleichsweise niedrigen Füllstände der Gasspeicher.
Nach Angaben des Speicherverbands Ines lagen sie Anfang September bei rund 54 Prozent. Das war zu diesem Zeitpunkt der niedrigste Wert seit Beginn der Verbandsaufzeichnungen vor 15 Jahren. Haßelmann verlangt Klarheit darüber, wie das Ministerium für den Fall vorsorgt, dass die Reserven im Winter benötigt werden.
Das Wirtschaftsministerium sieht die Versorgungssicherheit dagegen nicht gefährdet und lehnt staatliche Eingriffe ab. Es verweist auf zusätzliche Einfuhren über Flüssigerdgas-Terminals und Pipelines, unter anderem aus Norwegen. Für Haushalte und Betriebe auch in Ulm und der Region zeigt der Streit, wie wichtig verlässliche Gaslieferungen in der Heizperiode bleiben.
Ob die Regierung weitere Schritte zur Speicherbefüllung einleitet, ist offen.


