Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Linienbus in der Ulmer Friedrich-Ebert-Straße ist am Mittwochnachmittag eine 59-jährige Businsassin leicht verletzt worden. Die beiden Fahrer blieben nach Angaben der Polizei unverletzt. Die Schäden an den Fahrzeugen liegen zusammen bei rund 26.000 Euro.
Gegen 15.30 Uhr wollte der 46-jährige Busfahrer nach links zu den Bushaltestellen abbiegen. Gleichzeitig fuhr ein 65-jähriger Autofahrer auf der Friedrich-Ebert-Straße in Richtung Ehinger Tor. Nach dem bisherigen Stand der Polizei zeigte seine Ampel Rot. Der Mann bemerkte das Signal offenbar nicht und stieß mit dem Bus zusammen.
Damit führt die Polizei den Unfall zunächst auf das Verhalten des Autofahrers zurück. Der mutmaßliche Rotlichtverstoß steht als unmittelbare Ursache im Mittelpunkt. Das Polizeirevier Ulm-Mitte nahm den Unfall auf.
Der Vorfall lenkt den Blick zugleich auf die Verkehrsführung zwischen Hauptbahnhof und Ehinger Tor. Dort treffen Autoverkehr, Linienbusse sowie Fuß- und Radverkehr auf engem Raum zusammen. Am Zentralen Omnibusbahnhof regeln Ampeln die Ein- und Ausfahrt. Zudem verlaufen dort eine eigene Bus- und Straßenbahntrasse sowie ein gemeinsam genutzter Geh- und Radweg.
Das spricht nicht gegen die Verantwortung jedes Einzelnen, Ampeln und Vorfahrt zu beachten. Es stellt aber die Frage, ob die Signale und Wege für alle Verkehrsteilnehmer ausreichend klar erkennbar sind. Denkbar wären zusätzliche Kontrollen oder eine erneute Prüfung der Verkehrsführung. Eine solche Forderung ergibt sich jedoch nicht aus der Polizeimeldung.
Ob Stadt oder Verkehrsunternehmen nach dem Unfall weitere Maßnahmen prüfen, ist bislang offen. Zunächst bleibt die polizeiliche Aufnahme des Geschehens maßgeblich.


