Bei der Beseitigung zweier Weltkriegsbomben im Pfuhler Ried unterstützten Angehörige der Familie Treu den Gefahreneinsatz mit privatem Gerät, Sand und Fachkräften. Nach einem Bericht der Südwest Presse war auch Landrätin Eva Treu außerhalb ihrer Amtsrolle als Privatperson beteiligt.
Die Bomben waren bei Untersuchungen des Bodens entdeckt worden. Am 16. Juli 2026 entschärfte das Sprengkommando München einen Blindgänger. Den zweiten sprengten die Fachleute kontrolliert, weil sein Zustand eine Entschärfung nicht zuließ. Die Stadt Neu-Ulm richtete einen Sicherheitsbereich von 1000 Metern ein. Die B10 und die Bahnstrecke zwischen Ulm und Augsburg waren zeitweise gesperrt.
Die kurzfristig bereitgestellten Maschinen, Transporte und Fachkenntnisse lassen sich als praktische Hilfe bei einem aufwendigen Einsatz verstehen. Schweres Gerät und große Mengen Sand waren nötig, um die Arbeiten vorzubereiten und die Wirkung der Sprengung zu begrenzen. Private Unterstützung kann Behörden in einer solchen Lage schnell benötigte Mittel verschaffen.
Die besondere Verbindung zwischen der Landrätin, ihrer Familie und Unternehmen aus deren Umfeld macht jedoch eine saubere Trennung der Rollen wichtig. Die ausgewerteten Berichte enthalten weder einen konkreten öffentlichen Vorwurf noch einen Beleg für ein Fehlverhalten. Offen bleibt aber, wer die privaten Leistungen anforderte, wer den Zugang zum abgesperrten Gebiet erlaubte und ob Kosten entstanden oder Hilfe unentgeltlich erfolgte.
Für eine nachvollziehbare Einordnung sollten Stadt und Landkreis Zuständigkeiten, Absprachen und mögliche Zahlungen offenlegen. Das würde die private Hilfe nicht abwerten. Es würde deutlich machen, wo persönlicher Einsatz endet und behördliche Verantwortung beginnt.
Nach Informationen der Südwest Presse


