Ueberschrift: Proteste in Europa: Wohnen, Renten und Bildung im Fokus
In Italien, Spanien, Portugal und Albanien haben am Samstag Tausende demonstriert. Sie forderten bezahlbaren Wohnraum, höhere Renten, bessere Bildung, mehr öffentliche Leistungen und entschiedeneres Vorgehen gegen Korruption.
In Madrid verlangten Rentner und Gewerkschaften, Pensionen an die tatsächliche Inflation anzupassen und das öffentliche Rentensystem zu schützen. In Lissabon stand die Wohnungsnot im Mittelpunkt. Demonstrierende kritisierten geplante Änderungen im Mietrecht, die die Regierung als Stärkung des Mietmarkts sieht.
In Italien richteten sich Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten, niedrige Löhne und Militärausgaben. In Rom und Turin kam es zu kurzen Zusammenstößen; die Behörden hatten nach früheren Ausschreitungen die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. In Tirana setzte die Polizei Wasserwerfer und Tränengas ein. Studierende fordern niedrigere Gebühren, mehr Geld für Bildung und Maßnahmen gegen Korruption.
Für Ulm und die Region gibt es keinen unmittelbaren Bezug. Die Proteste zeigen aber, dass Mieten, Alterssicherung und öffentliche Angebote europaweit politischen Druck auslösen. Wie Regierungen reagieren, bleibt offen.


