Serbien wählt am Sonntag ein neues Parlament. Die vorgezogene Abstimmung entscheidet auch darüber, ob Aleksandar Vučić nach seinem Rücktritt als Präsident Ministerpräsident wird. Er will damit seine politische Führung fortsetzen.
Vučićs Serbische Fortschrittspartei setzt auf Kontinuität. Ihr steht eine unabhängige, von Studierenden getragene Liste gegenüber. Sie ging aus den Protesten nach dem Einsturz des Bahnhofsvordachs in Novi Sad im November 2024 hervor und will einen politischen Wechsel erreichen.
Im Mittelpunkt steht damit die Frage, ob Vučićs Lager seine dominante Stellung behält oder die Protestbewegung genügend Mandate für einen Machtwechsel gewinnt. Erst die Sitzverteilung zeigt, wer eine Regierung bilden kann.
Für Leser in Ulm und Umgebung ist die Wahl vor allem ein Blick auf den künftigen politischen Kurs Serbiens auf dem Westbalkan.


