An deutschen Verkehrsflughäfen sind seit 2019 nach einer Branchenanalyse rund 300.000 Flüge und mehr als 35 Millionen angebotene Sitzplätze weggefallen. Vor allem Verbindungen zu europäischen Wirtschaftsstandorten und innerdeutsche Strecken wurden ausgedünnt.
Für Reisende aus Ulm und Umgebung kann das weniger Auswahl bei Abflügen über deutsche Flughäfen bedeuten. Unternehmen, Messegäste und Geschäftsreisende könnten zudem auf manchen Strecken längere Wege oder Umstiege in Kauf nehmen müssen. Die Zahlen stammen aus einer Auswertung des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft.
Luftfahrt-, Tourismus- und Wirtschaftsverbände führen den Rückgang vor allem auf hohe staatliche Kosten zurück. Sie verlangen niedrigere Steuern und Gebühren, teils auch die vollständige Abschaffung der Luftverkehrsteuer.
Die Bundesregierung hat die Luftverkehrsteuer bereits zum 1. Juli 2026 wieder auf den Stand vor der Erhöhung vom Mai 2024 gesenkt. Je nach Strecke beträgt die Entlastung 2,50 bis 11,40 Euro pro Fluggast. Ob Airlines dies an Kunden weitergeben, entscheiden sie selbst. Der Streit geht weiter: Die Branche hält die Maßnahmen für zu gering, um neue Verbindungen nach Deutschland zu holen.


