Vor der Deutschland-Zentrale des israelischen Rüstungskonzerns Elbit Systems in Ulm hat ein mehrtägiges Protestcamp begonnen. Die Versammlung auf einer städtischen Grünfläche ist genehmigt. Die Polizei begleitet das Camp und achtet auf die Einhaltung der Auflagen.
Die Kampagne „Shut Elbit Down“ fordert die Schließung der deutschen Standorte des Unternehmens. Die Veranstalter verstehen die Aktion als Protest gegen die Rüstungsindustrie und den Krieg in Gaza. Nach ihrer Darstellung soll das Camp auch eine Debatte über die Rolle von Rüstungsfirmen in Ulm anstoßen.
Die Deutsch-Israelische Gesellschaft kritisiert das Camp dagegen scharf. Sie bewertet dessen Ausrichtung nach Angaben der Augsburger Allgemeinen als israelfeindlich und antisemitisch. Damit prallen zwei Sichtweisen aufeinander: Die einen sehen legitimen Protest gegen einen Rüstungskonzern, die anderen eine Grenzüberschreitung gegenüber Israel.
Das Protestcamp soll bis Sonntag, 18. Oktober, dauern. Für Samstag ist zudem eine Demonstration in der Ulmer Innenstadt angekündigt.


