Ueberschrift: Datenleck betrifft Kontaktdaten eines BND-Vize
Die private Handynummer, E-Mail-Adressen und die Wohnanschrift des militärischen BND-Vizepräsidenten Dag Baehr waren nach Recherchen von WDR und Süddeutscher Zeitung im Internet verfügbar. Die Daten stammen demnach aus einem Angriff auf ein US-Onlineauktionshaus 2020.
Rund 3,4 Millionen Kundendaten sollen damals veröffentlicht worden sein. Baehr erklärte, er habe davon gewusst und die Nummer aus familiären Gründen zunächst weiter genutzt. Kurz vor Veröffentlichung der Recherche räumte er ein, dies sei ein Fehler gewesen und inzwischen korrigiert.
Der BND äußerte sich nicht zu Personalfragen. Das Bundeskanzleramt erklärte, Hinweise auf Datenlecks bei Beschäftigten von Sicherheitsbehörden würden ernst genommen, auf Risiken geprüft und Betroffene beraten.
Der Fall wirft die Frage auf, ob für besonders schutzbedürftige Daten strengere Regeln und Kontrollen nötig sind. Kritiker dürften verlangen, dass bekannte Leaks schneller Folgen haben. Behörden und betroffene Stellen müssen zugleich klären, ob Schutzmaßnahmen und Zuständigkeiten ausreichen.


