Ein CDU-Kommunalpolitiker aus dem Landkreis Stendal hat nach eigenen Angaben 10.000 Euro an die AfD in Sachsen-Anhalt gespendet. Die AfD bestätigte den Eingang von zwei Überweisungen über jeweils 5.000 Euro.
Der Politiker erklärte seine Entscheidung in einem offenen Brief und kündigte außerdem an, bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die AfD wählen zu wollen. Er begründet den Schritt laut Berichten mit Unzufriedenheit über den politischen Kurs der CDU.
Die CDU Sachsen-Anhalt bewertet den Fall als schwerwiegend. Der zuständige Kreisvorstand soll sich mit dem Vorgang befassen. Dabei könnte auch ein Parteiausschlussverfahren Thema werden. Kritiker sehen die Spende als klaren Bruch mit der Abgrenzung der CDU zur AfD.
Für Leserinnen und Leser in Ulm und der Region zeigt der Fall eine bundesweite Frage: Wie Parteien damit umgehen, wenn eigene Mandatsträger politische Konkurrenten finanziell unterstützen. Über mögliche Konsequenzen entscheidet nun die CDU vor Ort.


