Deutschlands Gasspeicher waren Mitte August nur etwa zur Hälfte gefüllt und damit deutlich weniger als ein Jahr zuvor. Der Verbraucherzentrale Bundesverband warnt deshalb vor möglichen Mehrkosten in der kommenden Heizsaison. Niedrige Reserven könnten die angespannte Lage an den Energiemärkten weiter verschärfen.
Für Haushalte in Ulm und Umgebung gilt wie bundesweit: Wer mit Gas heizt oder Warmwasser erzeugt, sollte die Konditionen seines Vertrags prüfen. Der Verband rät, auf eine Preisbindung über den Winter zu achten, Tarife zu vergleichen und besonders die Grundversorgung im Blick zu behalten. Steigende Einkaufspreise kommen bei bestehenden Verträgen oft erst mit Verzögerung an. Gasintensive Unternehmen können Preisbewegungen schneller treffen.
Bundesnetzagentur und Bundeswirtschaftsministerium sehen derzeit kein Mengenproblem. Sie verweisen auf Gas aus mehreren Quellen, darunter Pipeline-Lieferungen und Flüssiggas, sowie auf die Verantwortung der Händler. Für den 1. November gilt grundsätzlich ein Speicherziel von 80 Prozent, mit Ausnahmen für einzelne Anlagen. Wie sich die Preise entwickeln, hängt auch von weiterer Einspeicherung, Wetter und Weltmarkt ab.


