Ueberschrift: Niedrigwasser setzt Güterverkehr und Preise unter Druck
Der Rhein führt bei Kaub so wenig Wasser wie nie. Frachtschiffe laden weniger, Transporte werden teurer. Die Deutsche Bahn prüft, abgestellte Güterwagen wieder einzusetzen. Laut Bericht könnten bis zu 900 Wagen mobilisiert werden, 300 sofort.
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger will Fracht auf Schiene und Straße verlagern. Länder lockerten oder hoben Lkw-Fahrverbote an Sonntagen zeitweise auf. Doch beide können große Mengen nur begrenzt zusätzlich übernehmen. Für Industrie und Handel drohen Engpässe. Wirtschaftsweise Veronika Grimm warnt vor höheren Preisen etwa für Energie, Chemie und Alltagswaren. Das kann Verbraucher bundesweit, auch in Ulm und Umgebung, treffen.
Umstritten bleibt der Umgang mit wiederkehrendem Niedrigwasser. Befürworter setzen auf verlässliche Fahrrinnen und den Ausbau flacher Stellen, damit Schiffe mehr transportieren können. Umweltverbände warnen vor Schäden an Flüssen und Auen und verlangen Klima- und Wasserschutz. Grimm mahnt: Eine Vertiefung schaffe kein zusätzliches Wasser; ökologische Folgen müssten geprüft werden.
Wie schnell sich die Lage entspannt, hängt auch von Regen ab.


