Der Neu-Ulmer Stadtrat hat für das Heiners am Heiner-Metzger-Platz neues Kapital freigegeben. Die Entwicklungsgesellschaft Neu-Ulm GmbH kann bis zu vier Millionen Euro als Genussrechtskapital erhalten. Werden weitere Mittel nötig, sind zusätzlich bis zu zwei Millionen Euro möglich. Auch ein Gesellschafterdarlehen für einen kurzfristigen Liquiditätsbedarf ist beschlossen.
Die Mehrheit im Stadtrat will damit Bau und späteren Betrieb absichern. Nach Darstellung der Stadt soll die Finanzierung verhindern, dass sich der planmäßige Baufortschritt verzögert. Der Beschluss fiel am 2. Juli in nichtöffentlicher Sitzung.
Kritisch wird vor allem die Größenordnung gesehen. Die Südwest Presse berichtete zuvor über steigende Mehrkosten für das Projekt. Damit steht die Frage im Raum, ob die Stadt bei weiterem Finanzbedarf ein zu hohes Risiko trägt und wie gut sich die Kosten noch steuern lassen.
Die Stadt verweist darauf, dass Genussrechtskapital die Eigentumsverhältnisse der Gesellschaft nicht verändert. Ob die zusätzlichen bis zu zwei Millionen Euro oder ein Darlehen tatsächlich gebraucht werden, bleibt offen. Entscheidend wird sein, ob das Projekt im beschlossenen Rahmen weitergebaut werden kann.


