Der 27-Jährige, gegen den nach dem Tod eines 59-Jährigen in Ulm ermittelt wird, hat sich inzwischen zum Geschehen geäußert. Was er geschildert hat, ist nicht öffentlich bekannt. Damit bleibt offen, welche Verantwortung er für den tödlichen Ausgang trägt und wie seine Darstellung zu den bisherigen Erkenntnissen passt.
Ausgangspunkt war ein Streit am 21. Juli 2026 im Bereich des Willy-Brandt-Platzes. Nach den bisherigen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft kam es gegen 16.30 Uhr zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Dabei soll der 59-Jährige gestürzt sein und schwere Verletzungen erlitten haben. Der Rettungsdienst brachte ihn in eine Klinik. Dort starb er wenig später. Die Kriminalpolizei sicherte Spuren.
Der 27-Jährige entfernte sich laut den Behörden nach dem Vorfall. Polizisten nahmen ihn am 24. Juli im Landkreis Neu-Ulm fest. Am folgenden Tag bestätigte eine Bereitschaftsrichterin des Amtsgerichts Ulm den Haftbefehl wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge. Anschließend kam der Mann in eine Justizvollzugsanstalt.
Seine inzwischen abgegebene Darstellung bildet die andere Seite des Falls. Da weder ihr Inhalt noch die Bewertung durch die Ermittler bekannt sind, lassen sich daraus keine Schlüsse über den genauen Ablauf ziehen. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei untersuchen weiter, was zwischen den beiden Männern geschah. Erst der Abgleich aller Erkenntnisse kann zeigen, ob und in welchem Umfang der 27-Jährige strafrechtlich für den Tod verantwortlich ist.


