Am Willy-Brandt-Platz in Ulm bleibt der Kommunale Ordnungsdienst verstärkt im Einsatz. Die Stadt hatte die Kontrollen Anfang August nach Beschwerden von Anwohnern ausgeweitet. Nun sollen sie zunächst fortgesetzt werden.
Bewohner berichten von Müll und wiederkehrend auffälligem Verhalten einzelner Personen. Stadt und Polizei stufen den Platz nach der aktuellen Kriminalitätsstatistik dennoch nicht als Kriminalitätsschwerpunkt ein. Nach Darstellung der Stadt betrifft die Kritik vor allem eine kleine Gruppe. Menschen sollen nicht pauschal vom Platz verdrängt werden.
Der Ordnungsdienst und die Sozialabteilung wollen die Lage an Plätzen in der Innenstadt neu bewerten, damit Kräfte gezielter eingesetzt werden. Hinweise zu Müll und Unrat sollen die Entsorgungs-Betriebe der Stadt einfacher aufnehmen können. Zudem hat die Stadt Ansprechpartner von Polizei, Ordnungsdienst, Sozialabteilung und Entsorgungsbetrieben mit Anwohnern vernetzt.
Den Wunsch nach strengeren Regeln für den Alkoholverkauf an stark Betrunkene will die Stadt an die Landesregierung weitergeben. Bei einem weiteren Treffen soll geprüft werden, ob die Maßnahmen ausreichen.


