Die Stadt Ulm will junge Volljährige ohne festen Schlafplatz mit einer eigenen Notschlafstelle besser erreichen. Die Mobile Jugendarbeit registrierte 2024 insgesamt 116 junge Menschen, die von Wohnungsnot betroffen oder bedroht waren. Bei 51 von ihnen lag nachweislich Obdachlosigkeit vor.
Die geplante Unterkunft am Trollingerweg richtet sich an Menschen von 18 bis 26 Jahren. Vorgesehen sind acht Schlafplätze sowie Räume zum Duschen, Wäschewaschen und für Gespräche. Mitarbeitende der Mobilen Jugendarbeit sollen den Zugang ohne vorherige Anmeldung ermöglichen und bei Bedarf an Beratungsstellen, medizinische Hilfen, Schuldnerberatung, Jobcenter oder Wohnungslosenhilfe vermitteln.
Die Stadt sieht das Angebot als Ergänzung zu den bisherigen Hilfen, weil junge Erwachsene nach ihrer Einschätzung bislang nicht ausreichend erreicht werden. Für Minderjährige bleibt die Kinder- und Jugendhilfe zuständig. Die Caritas berät in Ulm Menschen ohne Wohnung oder mit drohendem Wohnungsverlust, unterstützt bei sozialrechtlichen Fragen und der Wohnungssuche und bietet zudem eine Tagesstätte an.


