Ein Polizeibeamter aus Weißenhorn sitzt im Zusammenhang mit Ermittlungen zu möglichen Manipulationen bei medizinisch-psychologischen Untersuchungen, kurz MPU, in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hatte die Haft beantragt; ein Amtsgericht entsprach dem Antrag, berichten die Augsburger Allgemeine und die Südwest Presse.
Gegen den Beamten und weitere Beschuldigte wird seit 2025 ermittelt. Nach Angaben des Bayerischen Landeskriminalamts besteht der Verdacht, dass Abläufe bei MPU zur Wiedererlangung von Fahrerlaubnissen gegen Geld beeinflusst wurden. Im Juni 2025 durchsuchten Ermittler 23 Objekte, darunter eine Polizeidienststelle und die Führerscheinstelle des Landratsamts Neu-Ulm.
Die Ermittlungen richten sich laut Behörden gegen den Polizisten unter anderem wegen des Verdachts der Bestechung und der Anstiftung zum Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse. Eine Mitarbeiterin des Landratsamts Neu-Ulm steht ebenfalls im Fokus. Der zuvor erhobene Verdacht auf Drogenhandel gegen den Beamten hat sich laut Südwest Presse nicht bestätigt.
Die Ermittlungen zu den MPU-Vorwürfen dauern an. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung gilt die Unschuldsvermutung.


