Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stellt einen zeitlich begrenzten Verzicht auf Angriffe gegen russische Ölraffinerien in Aussicht. Voraussetzung sind nach seinen Angaben ein Ende russischer Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung oder rasche Lieferungen von Patriot-Abfangraketen aus den USA.
In einem Interview vom 1. November sagte Selenskyj, Kiew könne die Angriffe für einen Monat aussetzen, wenn die Raketen für denselben Zeitraum bereitgestellt würden. Die Ukraine begründet ihre Angriffe auf russische Energieanlagen als Reaktion auf russische Attacken gegen Strom-, Gas- und andere Energieanlagen im Land.
Aus Washington kam zuvor die Forderung, die ukrainischen Angriffe auf Raffinerien einzustellen. Selenskyj lehnt einen einseitigen Verzicht ab. Nach seiner Darstellung muss jede begrenzte Deeskalation auch den Schutz der ukrainischen Energieversorgung einschließen.
Eine Vereinbarung ist damit nicht verkündet. Offen bleibt, ob die USA die verlangten Abfangraketen liefern und ob Russland einen gegenseitigen Stopp von Angriffen auf Energieziele mitträgt. Für Menschen in Ulm und Umgebung ergibt sich daraus zunächst keine direkte Änderung.


