Die Debatte um Rente, Gesundheit, Pflege und Arbeitsmarkt betrifft auch Menschen in Ulm und der Region: Sie kann Beiträge, Leistungen, Arbeitszeiten und die Absicherung im Alter verändern.
Der DGB mobilisierte am Samstag in Kaiserslautern gegen aus seiner Sicht drohende Einschnitte. Die Gewerkschaften lehnen ein höheres Rentenalter, längere Arbeitszeiten und Sparen bei Gesundheit und Pflege ab. Sie fordern, hohe Einkommen und Vermögen stärker zur Finanzierung heranzuziehen.
Die Bundesregierung verweist auf die alternde Gesellschaft, die schwache Konjunktur und den Druck auf die Sozialkassen. Sie will die Systeme langfristig finanzierbar halten. Für die Rente arbeitet sie an einer umfassenden Reform; der Koalitionsausschuss will Empfehlungen der Alterssicherungskommission zügig umsetzen.
Die Skepsis ist groß: Im ZDF-Politbarometer vom Juli fanden 63 Prozent, die Reformen gingen eher in die falsche Richtung. 81 Prozent hielten die geplanten Belastungen für eher ungerecht verteilt. Befragt wurden 1.284 Wahlberechtigte.
Der Streit dürfte den Herbst prägen. Die Regierung strebt an, die Rentenreform noch 2026 im Bundestag zu verabschieden.


