Im Landkreis Günzburg steht die bisherige Verwertung von Bioabfällen aus der Biotonne durch landwirtschaftliche Komposthöfe zur Debatte. Ein betroffener Landwirt hält einen Wechsel weg von der Kompostierung für nicht gerechtfertigt. Er befürchtet Nachteile für die Betriebe und den Verlust eines Weges, aus Bioabfall Humus für die Felder zu gewinnen.
Der Kreis prüft mehrere Wege. Bioabfälle werden bislang von fünf landwirtschaftlichen Partnerbetrieben kompostiert. Als Alternative kommt die Vergärung in einer größeren Anlage in Betracht. Dabei entsteht zunächst Biogas. Die verbleibenden Stoffe können anschließend weiter zu Dünger oder Humus verarbeitet werden.
Befürworter einer Vergärung sehen Vorteile für Umwelt und Ressourcen. Sie verweisen auf Emissionen bei reiner Kompostierung sowie auf Anforderungen an eine schadstoffarme Verwertung. Kritiker geben dagegen zu bedenken, dass längere Transporte und neue Verträge Kosten auslösen könnten.
Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Der zuständige Ausschuss soll am 28. September über die künftige Verwertung des Biomülls beraten.


