Der Ferienausschuss der Stadt Neu-Ulm hat den Neubau einer Kindertagesstätte in Gerlenhofen gestoppt. Die Entscheidung fiel bei vier Gegenstimmen. Sie steht im Zusammenhang mit der angespannten Haushaltslage und einem Schreiben der Rechtsaufsicht.
Die Stadt muss nun klären, wie sie ihren Nachtragshaushalt absichert und ihre Ausgaben dauerhaft senkt. Bereits im Juli hatte der Stadtrat den Nachtragshaushalt einstimmig beschlossen; dabei wurde die Kreditermächtigung erhöht. Nach Darstellung der Verwaltung sprechen Geldmangel und weniger Geburten gegen die geplante Kita.
Befürworter harter Einschnitte sehen darin einen notwendigen Schritt. Vorhaben müssten stärker nach Dringlichkeit geordnet werden, damit die Stadt wieder handlungsfähig wird.
Die FDP und die Gruppe Pro Neu-Ulm teilen das Ziel des Sparens, kritisieren aber die Absage als vorschnell. Sie verlangen ein umfassendes Konsolidierungskonzept, nachvollziehbare Zahlen und eine Beteiligung der Bürgerschaft. Aus ihrer Sicht dürfen Kürzungen bei Angeboten für Familien nicht einzeln ohne Gesamtplan beschlossen werden.
Der Streit dürfte mit den Beratungen über den Haushalt 2027 weitergehen.


