Der Roggenburger Gemeinderat hält an seiner Ablehnung einer Unterkunft für Geflüchtete in Schießen fest. Das Gremium verweigerte erneut das gemeindliche Einvernehmen für die Umnutzung von 18 Monteurswohnungen in der Stoffenrieder Straße 28.
Die Gemeinde begründet ihr Nein mit der Wirkung des Vorhabens auf die Umgebung. Sie sieht wegen Art und Umfang der Nutzung Konflikte mit dem Charakter des Dorfgebiets. Zudem fehlt dem Rat nach eigener Darstellung ein Konzept für den Betrieb. Darin sollten unter anderem Betreuung, Integration, Personal, Sicherheit und der Umgang mit der Nachbarschaft geregelt werden.
Das Landratsamt Neu-Ulm bewertet die Pläne anders. Nach Angaben aus der Sitzungsvorlage hält es die Unterkunft städtebaulich für vertretbar und geht davon aus, dass die Gemeinde ihr Einvernehmen zu Unrecht verweigert. Die Behörde will es deshalb ersetzen.
Über die Nutzungsänderung wird damit weiter im Genehmigungsverfahren entschieden. Bereits im Dezember 2025 hatte der Gemeinderat die Umnutzung abgelehnt.


