Die Saatkrähen sind aus der Neu-Ulmer Schwabenstraße verschwunden. Damit ist die Belastung dort nach Angaben der Südwest Presse zunächst beendet. Für andere Anwohner ist das Problem aber nicht gelöst: Die Vögel haben sich verlagert, halten sich nach dem Bericht jedoch weiterhin zu nah an Wohngebieten auf.
Die Stadt hatte die Vergrämung Anfang Februar gestartet. Ein Falkner mit Greifvögeln, das Entfernen von Nestern und akustische Signale gehören zu dem Maßnahmenpaket. Hintergrund waren Lärm und Verschmutzungen während der Brutzeit. Die besonders geschützten Saatkrähen erfordern dabei einen artenschutzgerechten Umgang.
In der Schwabenstraße und angrenzenden Straßen hatte sich zuvor die größte Kolonie gebildet. Die Stadt nannte im Januar rund 460 Brutpaare im gesamten Stadtgebiet, knapp 400 davon in der Hauptkolonie.
Nun soll die Vergrämung laut SWP in eine zweite Phase gehen. Dafür sollen mehr Tiere und zusätzliche Mittel eingesetzt werden. Ziel bleibt, dass sich die Krähen an weniger belastenden Orten ansiedeln.


