Das Parlament Paraguays hat Präsident Santiago Peña in der Krise um die Digitalbank Ueno aus dem Amt entfernt. Der bisherige Vizepräsident Pedro Alliana wurde anschließend als Staatschef vereidigt. Die Staatsanwaltschaft ordnete gegen Peña Hausarrest an. Sie untersucht den Verdacht auf Untreue und weitere mögliche Straftaten im Zusammenhang mit der Bankenkrise.
Abgeordnete und Senatoren sehen bei Peña eine Verletzung seiner Amtspflichten. Im Zentrum steht die Frage, ob seine politische Verantwortung und seine Verbindungen zu Ueno zur Krise beitrugen. Die Bank war wegen fehlenden Kapitals unter Zwangsverwaltung gestellt worden; viele Kunden sorgten sich um ihr Geld.
Peña erschien nicht zur Senatsanhörung und ließ sich durch Anwälte vertreten. Zuvor hatte er eine Verschiebung um 72 Stunden beantragt. Außerdem hatte er seinen Rücktritt eingereicht, den das Parlament nicht annahm.
Für Menschen in Ulm sind keine unmittelbaren Folgen bekannt. Der Fall betrifft vor allem Paraguays Finanzsystem und die politische Stabilität des Landes. Wie die Ermittlungen ausgehen, ist offen; bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung gilt die Unschuldsvermutung.


