Dänemark wirft einer russischen Fregatte vor, am 14. September in der Ostsee zwei Leuchtsignale in Richtung eines Militärhubschraubers abgefeuert zu haben. Nach Angaben der dänischen Streitkräfte überwachte ein Fennec-Hubschrauber das Schiff bei einer routinemäßigen Fotoaufnahme in internationalen Gewässern vor Gedser. Ein Signal sei dicht am Hubschrauber vorbeigegangen.
Verletzt wurde nach den vorliegenden Berichten niemand. Kopenhagen bestellte den russischen Botschafter ein. Die dänische Regierung wertet den Vorgang als nicht hinnehmbar. Für Menschen in Ulm und der Region gibt es daraus keine unmittelbar bekannte Auswirkung. Politisch berührt der Fall aber auch Deutschland: Als NATO-Mitglied ist die Bundesrepublik an der Sicherheit des Bündnisgebiets beteiligt.
Russlands Botschafter erklärte laut Euronews, Moskau wolle den Ablauf untersuchen. Zugleich warf er dem dänischen Hubschrauber gefährliche Manöver nahe des Kriegsschiffs vor. Eine ausführliche russische Darstellung zum Schuss lag zunächst nicht vor.
Wie Dänemark und seine Partner weiter reagieren, ist offen. Der Vorfall dürfte die Debatte über Sicherheit und Überwachung in der Ostsee erneut verschärfen.


