Steigende Finanzierungskosten bremsen den Kauf von Wohnungen und Häusern. Nach dem IW-Wohnindex sinkt die Nachfrage nach Kaufobjekten; die Preise bewegen sich deshalb kaum noch. Auf dem Mietmarkt bleibt die Lage dagegen angespannt: Wenige Angebote treffen auf hohe Nachfrage, die Angebotsmieten steigen weiter.
Für Menschen in Ulm und Umgebung sind das vor allem zwei unterschiedliche Signale: Wer Eigentum finanzieren will, muss weiter mit hohen Kreditkosten rechnen. Wer eine Wohnung sucht, kann den bundesweiten Trend jedoch nicht auf örtliche Mietwerte übertragen – die Entwicklung unterscheidet sich je nach Stadt und Lage.
Mietervertreter verlangen stärkeren Schutz vor kräftigen Erhöhungen und mehr bezahlbaren Wohnungsbau. Verbände der Bau- und Wohnungswirtschaft halten dagegen: Hohe Bau- und Finanzierungskosten sowie aufwendige Vorgaben verhinderten viele Projekte. Sie fordern schnellere Genehmigungen und einfachere Regeln.
Ob der Druck nachlässt, hängt auch davon ab, ob wieder mehr Wohnungen gebaut werden. Empirica erwartet für 2026 erneut sinkende Fertigstellungen und rechnet mit weiter steigenden Angebotsmieten.


