Für Familien mit Kindergartenkindern im Landkreis Neu-Ulm ändert sich ab 1. Januar 2027 die Finanzierung. Der bisherige Zuschuss des Freistaats von 100 Euro monatlich wird nicht mehr als eigener Posten gezahlt. Er galt ab September des Jahres, in dem ein Kind drei wird, bis zur Einschulung.
Eine automatische Erhöhung der Elternbeiträge folgt daraus nicht. Die Beiträge legen Kommunen und Träger fest. Ob und in welcher Höhe Kosten steigen, hängt deshalb von örtlichen Haushalten, Betriebskosten und künftigen Beschlüssen ab.
Der Freistaat verweist darauf, dass das Geld im Kita-System bleiben soll. Die Mittel für den bisherigen Beitragszuschuss fließen künftig in die staatliche Betriebskostenförderung, vor allem in den Qualitätsbonus. Damit sollen Träger und Gemeinden entlastet und Beiträge möglichst stabil gehalten werden.
Kritik gibt es dennoch: Eltern und Kommunen befürchten, dass der direkte Vorteil für Familien verloren geht und höhere Ausgaben vor Ort nicht vollständig ausgeglichen werden. Für Haushalte mit geringem Einkommen kann das Jugendamt Neu-Ulm Elternbeiträge auf Antrag unter Voraussetzungen übernehmen.


