Zum 31. Dezember 2024 hatten bundesweit 1.514 Menschen aus extremistischen Spektren eine waffenrechtliche Erlaubnis. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung hervor. Ein Jahr zuvor waren es 1.469. Die Zahl der Rechtsextremisten stieg von 1.039 auf 1.120. Bei Reichsbürgern und Selbstverwaltern sank sie von 393 auf 357.
Die Entwicklung fällt in eine Zeit verschärfter Regeln. Sie wirft die Frage auf, ob Waffenbehörden und Sicherheitsdienste Hinweise schnell genug austauschen und Erlaubnisse bei Zweifeln an der Zuverlässigkeit rechtzeitig prüfen. 2024 wurden bei 360 Personen Erlaubnisse entzogen oder nach behördlichen Maßnahmen freiwillig zurückgegeben.
Befürworter weiterer Schritte verlangen engmaschigere Prüfungen und schnellere Entzüge. Kritiker betonen, auch in solchen Fällen müsse jede Entscheidung rechtssicher auf den Einzelfall gestützt sein.
Für Ulm und die Region ist das eine bundesweite Sicherheitsfrage: Die Regeln gelten auch hier. Die vorliegenden Zahlen weisen jedoch keinen konkreten Fall vor Ort aus. Zahlen für 2025 lagen der Bundesregierung zuletzt noch nicht vor.


