Der US-Spirituosenkonzern Sazerac will die Berentzen-Gruppe übernehmen. Vorgesehen ist ein freiwilliges Barangebot von 5,55 Euro je Aktie. Das entspricht nach Angaben des Unternehmens einem Gesamtwert von rund 53,3 Millionen Euro.
Berentzen und Sazerac haben am 21. September eine Vereinbarung zum Zusammenschluss geschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat von Berentzen unterstützen das Vorhaben. Sie verweisen auf den Preis, der rund 68 Prozent über dem durchschnittlichen Börsenkurs der drei Monate vor dem 16. September liegt, sowie auf Chancen für Wachstum und Vertrieb.
Für Aktionäre bleibt die Annahme des Angebots freiwillig. Wer auf eine eigenständige Entwicklung des Unternehmens oder einen höheren Preis setzt, kann die Offerte ablehnen. Zustande kommt die Übernahme nur, wenn Sazerac mindestens 50 Prozent der Aktien plus eine weitere Aktie erhält.
Die Angebotsunterlage muss noch von der Bafin geprüft werden. Sazerac plant nach einem erfolgreichen Abschluss, die Berentzen-Aktie von der Börse zu nehmen. Der Vollzug wird im vierten Quartal 2026 erwartet. Für Verbraucher in Ulm und Umgebung wurden bislang keine unmittelbaren Änderungen angekündigt.


