Bei RTL Deutschland und Sky Deutschland sollen bis Ende 2027 rund 500 Stellen wegfallen. Der größte Teil des Abbaus ist nach Unternehmensangaben noch für 2026 geplant. RTL hatte Sky Deutschland im Juni übernommen und führt die beiden Häuser nun zusammen.
Der Konzern begründet den Schritt mit dem Umbau der Strukturen. Doppelarbeit soll wegfallen, Verantwortlichkeiten sollen gebündelt werden. RTL erwartet aus dem Zusammenschluss innerhalb von drei Jahren jährliche Einsparungen von 250 Millionen Euro, vor allem bei Kosten.
Der Abbau soll nach Angaben des Unternehmens sozialverträglich laufen und mit den Betriebsräten abgestimmt werden. Befristete Verträge könnten auslaufen, offene Stellen unbesetzt bleiben. Betriebsbedingte Kündigungen will RTL vermeiden. Wie viele Stellen jeweils bei RTL und Sky betroffen sind, blieb offen.
Die Gewerkschaft ver.di kritisiert den Schritt. Sie warnt, dass bei einer Fusion Arbeitsplätze verloren gehen und mehr Beschäftigte betroffen sein könnten als die Zahl der gestrichenen Vollzeitstellen erkennen lässt.
Für Kundinnen und Kunden in Ulm und der Region sind derzeit keine Änderungen an Sky-Abos, gebuchten Paketen oder Geräten angekündigt.


