Der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels CDA, Dennis Radtke, verlangt einen Stopp der geplanten dritten Stufe der Mütterrente. Die dafür vorgesehenen rund fünf Milliarden Euro jährlich sollen nach seinem Vorschlag stattdessen Steuerzahler entlasten und Härtefälle bei einer Änderung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren abfedern.
Für Eltern in Ulm und der Region gelten dabei dieselben bundesweiten Regeln wie überall in Deutschland. Die Mütterrente III soll für vor 1992 geborene Kinder weitere sechs Monate Erziehungszeit bei der Rente anerkennen. Damit wären insgesamt bis zu drei Jahre möglich. Die Auszahlung ist ab 2028 rückwirkend für 2027 vorgesehen.
Radtke hält die geplante Leistung für zu wenig zielgenau. Er verweist darauf, dass eine höhere Rente bei Menschen mit Grundsicherung im Alter angerechnet werden kann. Deshalb will er das Geld auch für den Ausgleich der kalten Progression bei der Einkommensteuer nutzen.
Die CSU setzt dagegen auf die Ausweitung. Sie sieht darin eine Anerkennung der Erziehungsleistung und will die unterschiedliche Bewertung von vor und ab 1992 geborenen Kindern beenden. Ob der Vorstoß aus der CDA Folgen für das Vorhaben hat, ist offen.


