Nach dem Wahlsieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sind am Samstag, 12. September, bundesweit Zehntausende gegen Rechtsextremismus auf die Straße gegangen. Kundgebungen gab es unter anderem in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, München und Stuttgart. Die Initiative PRÜF sprach für mehr als 20 Städte von rund 130.000 Teilnehmenden.
Für Menschen in Ulm und Umgebung zeigt die Aktion vor allem: Die Debatte über den Umgang mit Rechtsextremismus und der AfD wird bundesweit weitergeführt. Eine Kundgebung in Ulm lässt sich daraus nicht ableiten.
Ein Teil der Organisatoren fordert, ein mögliches AfD-Verbot durch das Bundesverfassungsgericht prüfen zu lassen. Kritiker solcher Aufrufe warnen vor politischer Zuspitzung und davor, Gegner pauschal einzuordnen. Ob Demonstrationen Parteien oder politische Entscheidungen beeinflussen, bleibt offen.


