Im Hamburger Hafen hat ein 48-stündiger Warnstreik begonnen. Die Gewerkschaft ver.di will damit im Tarifstreit der deutschen Seehäfen den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Betroffen sind auch weitere Häfen im Norden.
In Hamburg sollen Beschäftigte mehrerer Terminalbetriebe die Arbeit niederlegen. Der Umschlag von Containern und die Abfertigung großer Schiffe können dadurch erheblich eingeschränkt werden. Für Unternehmen und Verbraucher in Ulm und der Region kann das mittelbar Folgen haben, wenn Waren über die betroffenen Häfen transportiert werden. Verzögerungen sind dann möglich.
Ver.di fordert für die rund 11.000 Beschäftigten der Seehäfen 8,2 Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber hatten zuletzt 5,1 Prozent angeboten. Die Gewerkschaft lehnt dies ab.
Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe verweist auf die schwierige wirtschaftliche Lage der Branche. Ein Abschluss über die eigenen Möglichkeiten hinaus könne Betriebe und Arbeitsplätze gefährden. Ver.di hält dagegen, dass ein besseres Angebot nötig sei. Ein neuer Verhandlungstermin steht noch nicht fest.


