Ein 46 Jahre alter Mann aus Ulm sitzt seit dem 14. August in Ankara in Haft. Nach Angaben der Südwest Presse führt die türkische Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.
Die Angehörigen weisen den Vorwurf zurück. Sie erklären, es gebe keine Verbindungen zu Terrorgruppen, und verlangen Aufklärung über die Grundlage des Verfahrens. Für den Mann gilt die Unschuldsvermutung.
Die Ermittler in der Türkei bewerten den Verdacht nach bisher bekanntem Stand anders. Angaben zu konkreten Belegen oder zum weiteren Zeitplan des Verfahrens liegen öffentlich nicht vor.
Das Auswärtige Amt weist allgemein darauf hin, dass Auslandsvertretungen Inhaftierte auf Wunsch im Rahmen der Möglichkeiten unterstützen können. Bei Personen mit türkischer und deutscher Staatsangehörigkeit kann diese Hilfe jedoch eingeschränkt sein. Ob dies in diesem Fall eine Rolle spielt, ist nicht bekannt.


