Typ-2-Diabetes betrifft in Deutschland zunehmend auch Jugendliche. Nach Daten des Robert Koch-Instituts lebten 2022 rund 970 Mädchen und Jungen zwischen 11 und 17 Jahren mit dieser Erkrankung. Von 2014 bis 2022 nahm die Häufigkeit im Schnitt jährlich zu.
Typ-1-Diabetes bleibt bei Kindern und Jugendlichen deutlich verbreiteter. Typ 2 tritt in dieser Altersgruppe zwar weiterhin selten auf, steht aber oft mit starkem Übergewicht, Bewegungsmangel und familiären Risiken in Zusammenhang. Mädchen waren 2022 häufiger betroffen als Jungen.
Für Familien in Ulm und Umgebung ist das Thema vor allem bei Vorsorgeuntersuchungen wichtig. Fachleute raten, Warnzeichen wie starken Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit oder Gewichtsverlust ärztlich abklären zu lassen. Eine frühe Diagnose und Behandlung in einer spezialisierten Praxis oder Klinik soll Folgeprobleme möglichst vermeiden.
Die Entwicklung erhöht auch den Bedarf an Vorbeugung und an langfristiger Versorgung junger Betroffener. Das RKI wertet solche Daten als Grundlage für die Planung im Gesundheitswesen.


