Marokkanische Sicherheitskräfte haben am Samstag 294 Menschen aus Staaten südlich der Sahara festgenommen, die Ceuta erreichen wollten. Das berichtete der staatliche Sender Medi 1 TV. Nach Angaben von Associated Press erfolgten die Versuche über Land und auf dem Seeweg. Zudem nahmen die Behörden 61 Marokkaner fest, denen sie vorwerfen, die Übertritte unterstützt zu haben.
Die Kontrollen wurden nach Aufrufen in sozialen Netzwerken verstärkt. Ende Juli hatten bereits viele Menschen die spanische Exklave erreicht. Für die EU bleibt Ceuta damit ein Brennpunkt der Migrationspolitik. Konkrete direkte Folgen für Ulm und die Region sind derzeit nicht bekannt.
Beim Umgang mit den bereits in Ceuta angekommenen Menschen gibt es weiter Streit. Die Zentralregierung in Madrid fordert zusätzliche Unterkünfte und medizinische Betreuung unter hygienischen Bedingungen. Die Stadtregierung verweist dagegen auf stark beanspruchte Gesundheitsdienste und begrenzte Kapazitäten. Sie verlangt, Rückführungen nach Marokko rasch voranzubringen. Wie Spanien und Marokko weiter vorgehen, ist offen.


